Die FDP trauert um Martin Kramer

Dr. Lydia Hüskens, FDP-Landes- und Kreisvorsitzende: “Wir nehmen Abschied von einem engagierten Kirchenmann und Bürger, auf dessen Rat stets Verlass war”

In der Silvesternacht verstarb der evangelische Theologe, Publizist, Pfarrer und Konsistorialpräsident Martin Kramer. Er hat sich seit Anfang der 90er-Jahre auch große Verdienste um die liberale Sache erworben – u.a. als langjähriges Vorstandsmitglied im FDP-Kreisverband, der souverän durch die Beratungen von Kreis- und Landesparteitagen führte. Er war FDP-Fraktionsvorsitzender und Stadtrat der Landeshauptstadt.

Martin Kramer wurde am 16. Februar 1933 in Berlin-Mahlsdorf geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in Berlin und Wernigerode. Er absolvierte eine Kaufmannslehre, studierte ab 1952 evangelische Theologie in Halle. Das Vikariat, die praktische theologische Ausbildung, absolvierte Martin Kramer in der Hallenser Laurentius-Gemeinde. Er arbeitete als Pfarrer in der Markus-, St. Gertraud- und Paulus-Gemeinde, als persönlicher Referent des Bischofs, als Studentenpfarrer und als Parlamentarier der Kirchenprovinz-Synode.

Von 1980 bis 1990 leitete Martin Kramer die kirchliche Verwaltung der Kirchenprovinz Sachsen. Auch im Ruhestand ab 1995 war er in zahlreichen kirchlichen und gesellschaftlichen Gremien und Gruppen aktiv. Von 1995 bis 2004 war er Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Medienverbandes in der Kirchenprovinz Sachsen und in der Landeskirche Anhalts. An der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt war er zwischen 1997 und 2000 Vorsitzender des Vorstandes und von 1998 bis 2000 deren Direktor.

Ergänzender Hinweis:
Martin Kramer blickte vor kurzem zurück auf die Rolle der Kirche im Sozialismus: Podcast “Marke und Robe” https://markeundrobe.podigee.io/3-martin-kramer

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